Die Collage zeigt die Siegener Synagoge bei ihrer Zerstörung am 10. November 1938, beim Richtfest am 15. Oktober 1903 und nach ihrer Einweihung am 22. Juli 1904.

Collage von Gabriela von Seltmann mit histo­ri­schen Fotos aus dem Bestand des
Sieger­länder Heimat- und Geschichts­ver­eins und des Aktiven Museum Südwestfalen.

Die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e.V.
präsentiert am 9. November 2021 im Rahmen des Jubiläumsjahres
„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ die

Virtuelle Rekonstruktion der Siegener Synagoge

Ort: Außenwand des Bunkers (Aktives Museum Südwestfalen), Obergraben 10, Siegen

Zugang zur Veran­stal­tung nur aus Richtung Koblenzer Straße / Parkhaus Karstadt

Zeit: Dienstag, 9. November 2021, 17:00–21:30 Uhr

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Zum Gedenken an die Reichs­po­grom­nacht lassen die Multi­media-Künst­lerin Gabriela von Seltmann und ihr inter­na­tio­nales Team die Siegener Synagoge auferstehen.

In einer animierten Video- und Klang-Instal­la­tion erhebt sich die am 10. November 1938 nieder­gebrannte Synagoge aus den Trümmern und erscheint an der Außenwand des Hoch­bunkers (Aktives Museum Südwest­falen) in ihrer einstigen Gestalt. Das 1904 einge­weihte Zentrum der Sieger­länder Juden kehrt zurück in das Gedächtnis der Stadt.

Zugleich wird bei der Open-Air-Veran­stal­tung die 2018 urauf­ge­führte virtuelle Rekon­struk­tion der Großen Synagoge Warschau gezeigt – als grenz­über­grei­fendes Zeichen dafür, dass Tod und Zerstö­rung durch Erin­ne­rung, Versöh­nung und Liebe über­wunden werden können. Das 1878 erbaute Wahr­zei­chen des einst blühenden jüdischen Lebens in Warschau war am 16. Mai 1943 von der SS gesprengt worden. Das Warschauer Ghetto steht – neben Auschwitz – als Symbol für die Vernich­tung des euro­päi­schen Judentums durch die Deutschen. In Warschau war vor der Schoah mit über 300.000 Mitglieder die größte jüdische Gemeinde Europas beheimatet.

Die Univer­si­täts- und Indus­trie­stadt Siegen zählt rund 100.000 Einwohner und liegt etwa 130 Kilometer nördlich von Frankfurt (Main) und 90 Kilometer östlich von Köln. Der Kreis Siegen-Witt­gen­stein ist seit 1973 durch eine offi­zi­elle Part­ner­schaft eng verbunden mit dem Kreis Emek Hefer in Israel. Bei der Part­ner­schaft handelt es sich um die erste offi­zi­elle Kreis­part­ner­schaft zwischen Deutsch­land und Israel.

 

„Nur wenn der offene Umgang mit der Vergan­gen­heit gelingt, kann es zu einem Prozess des gegen­sei­tigen Verste­hens kommen und damit zu einem fried­li­chen Mitein­ander in Gegenwart und Zukunft.

Tod und Zerstö­rung dürfen nicht das letzte Wort behalten!

Durch Erin­ne­rung, Versöh­nung, Hoffnung und Liebe können wir Tod und Zerstö­rung überwinden.“

Gabriela von Seltmann